maximal ein Drittel

Artikel, die von der Ferne einigermaßen lesenswert erscheinen und dann aber mit “der fette Buntspecht mit dem roten Genickfleck” anfangen, drohen zu halten, was sie im ersten Absatz versprechen.
   Der Sommer mit all seinem Erwartungsdruck, in maximal einem Drittel der Zeit den Rest des Jahres kompensieren zu müssen - wenn man wenigstens ein Drittel eines Jahres auch Urlaub hätte.
   Die Europameisterschaft wird immerhin ab morgen ihre eigenen Wege gehen. Ein, zwei Nachbetrachtungen werden wir noch über uns ergehen lassen müssen, aber demnächst wird es auch auf Lizas Welt wieder etwas interessanter werden.
   Derweil erscheint im Datum ein ganz interessanter Artikel über österreichische Geschäfte mit dem Iran, der leider nur in etwa zu einem Drittel online ist. Seiten der Zeit nennen sie sich, haben aber die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt, die da sagen, dass via Internet die Reichweite derlei Informationen signifikant steigt. Ich mein, wer kauft sich so ein Blättchen schon?






Diese Rückständigkeit, Herkunft zwingend mit Dialekt in Eins zu setzen, wird sich in Wien wohl am längsten halten.






Auch das ist Fußball.






A Oaschpartie.






Entfremdung des Volkes von der Armee, heißt es in der Türkei, wenn man seine Kinder lieber nicht in selbiger sehen möchte.






Milivoj Ašner, Klagenfurter Mitbürger kroatischen Hintergrunds mit anscheinend vorbildlicher Integrationsleistung, würde laut der britischen Sun sich gerne vor Gericht für seine Untaten rechtfertigen. Ašner war Chef der Ustascha-Polizei im kroatischen Požega und soll für die Deportation Tausender Juden, Roma und Serben in Konzentrationslager verantwortlich sein.
   Jetzt ist er samt Familie gern gesehen in Kärnten. Kein Geringerer als Landeshauptmann Jörg Haider macht sich für ihn stark, der sich wünscht, dass Ašner seinen Lebensabend in Kärnten verbringen soll und von sich gibt, diese Familie sehr zu schätzen. Nun kann sich Haider, der den Zenit seiner Politikerkarriere schon lange überschritten hat, anders kaum noch ins Rampenlicht stellen. Und es zeigt wieder einmal welch Geist in Österreich wirkt und bewirkt, dass sich in Österreich unabhängige Rechtssprechung nur schwer durchsetzt.
   Es wird sich auf “unabhängige Gutachter” verlassen, die der rechten Szene in Kärnten zuzurechnen sind und Ašner eine Demenz attestieren, die ihn vor einem Auslieferungsbegehren aus Kroatien schützt - wobei er selber, wie eingangs erwähnt, sich gerne verantworten würde. Er passt wohl einfach zu gut zu Kärnten, um ihn ziehen zu lassen.

[derstandard.at]






Ein Wettanbieter wirbt derzeit mit einem Plakat, welches einen Zungenkuss zwischen einer Österreicherin und einem Deutschen zeigt. Woher die Betrachterin dies weiß? Nunja, beide geben sich zumindest als jeweils solche zu erkennen, indem sie die jeweilige Landesflaggenfarbe in ihr Gesicht schmierten, um sich für die Dreharbeiten (läuft auch als Spot im TV), bzw. fürs Fotoshooting so hübsch zu machen, wie dies Fußballfans derzeit häufiger praktizieren.
   Wie auch immer, der österreichische Werberat fordert nun ein Stop der Kampagne, um ungewollte Nachahmungseffekte zu verhindern, und außerdem habe man auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen. Wenn in Österreich tatsächlich schon Kinder die Zielgruppe von Wettangebotswerbungen sind … - na, lassen wir das.
   Ansonsten kann der moralische Imperativ ja nur lauten, der Ösi hat mit dem Piefke nicht ins Bett zu gehen!






Na, passt ja irgendwie alles zusammen. Auch dass Slaven Bilic, kroatischer Trainer, nach dem Sieg Kroatiens über Österreich Lieder von Marco Perkovic, ustaschaglorifizierender und KZ-verherrlichender kroatischer Liedermacher, abspielte.







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